Appell der Bürger*innen gegen Fluglärm
„Ruhe ist ein Menschenrecht – auch auf der Tafelrunde-Insel“
Liebe Inselregierung, geschätzte Nachbarn und werte Pilotinnen und Piloten (wenn man euch so nennen mag),
was einst ein friedlicher Zufluchtsort war, ist heute zu einer Donnerkuppel des Grauens mutiert: Der Luftraum über unserer Insel, einst erfüllt vom Zwitschern tropischer Vögel und dem gelegentlichen Zischen eines Heißluftballons, ist heute ein ständiger Schauplatz ohrenbetäubenden Lärms. Und wir – die Bürger*innen gegen Fluglärm – sagen: Es reicht!
Der tägliche Krieg am Himmel
Beginnen wir mit den Kampfhubschraubern von Cobalt. Kaum vergeht eine Stunde, in der sie nicht donnernd über unsere Dächer ziehen, Maschinengewehrsalven speien oder panisch das Feuer eröffnen, weil sich irgendwo ein leichtsinniger Inselbewohner nicht an das Waffenverbot auf der Insel hält… Wenn jemand sich nicht angemessen kleidet oder bewaffnet… Seine Sache – aber müssen wir deswegen ALLE mit leiden?
Was können wir dafür, dass PengBummKrachBoy99 seine AK über den Rücken trägt? Muss dafür die ganze Insel erzittern?

Der Schwertransport zum Wahnsinn
Doch nicht genug: Neuerdings dröhnen gigantische Transporthubschrauber über die Bucht. Diese fliegenden Schrankwände scheinen jede Luftsäule persönlich niederzudrücken – samt dem Gemüt der Bevölkerung. Sie kreisen, sie taumeln, sie brummen mit einer Inbrunst, als würden sie den Himmel selbst zerreißen wollen. Was transportieren sie? Niemand weiß es genau. Nur, dass der Lärm alles übertönt – Gespräche, Gebete und das zarte Summen der letzten überlebenden Bienen.
Und das wird teilweise sogar noch von Inselbewohner*innen provoziert, indem sie sich auf die Öl-Plattformen schleichen und da einbrechen… Und zack! Wieder ein Kleinkind, das durch den wummernden Transporthubschrauber geweckt wird, der nach dem Rechten schaut… Was können unsere Jüngsten für die Habgier Einzelner?

Hobbyflieger aus der Hölle
Und nun… die Hobbyflieger.
Anfangs haben wir noch geschmunzelt. „Ach, wie süß“, sagten wir, „jemand hat sich einen Mini-Copter gebaut.“ Doch das Lächeln wich schnell dem Entsetzen: Mal kracht eine Seifenkiste mit Rotoren in den Bambus, mal stürzt ein Tiefflug-Dödel ins Flussdelta. Und das mit einer Geräuschkulisse, die jeden Raketenstart neidisch macht.
Gestern flog einer über unseren Garten, kopfüber, mit laufender Sirene. Das war kein Transportflug, das war ein stürzender Hühnerkäfig auf Speed.

Damals, beim Heißluftballon-Festival…
Ja, wir erinnern uns. Damals beschwerten wir uns über das Heißluftballon-Festival. Über das bunte Gedröhne, den Rauch, das Schaukeln in den Baumwipfeln. Wir nehmen alles zurück. Denn im Vergleich zu heute war das ein zarter Luftkuss, eine himmlische Sinfonie. Die Ballons störten vielleicht den Blick aufs Lagerfeuer. Aber sie rissen niemanden aus dem Schlaf. Sie hatten wenigstens Stil.

Unser Appell: Schluss mit dem Lärm!
Wir, die Bürger*innen gegen Fluglärm, fordern:
- Eine Lärmobergrenze pro Stunde
- Flugverbotszonen über Wohngebieten – insbesondere während der Nachtruhe!
- Eine Zertifizierung für Hobbyflieger (inkl. Sehtest!)
- Strengere Strafen für militärische Eskalationen durch Spieler auf den Bohrinseln
- Eine Vermittlung durch die Inselregierung – denn auch der Himmel gehört allen
Wir sind keine Spielverderber. Wir wollen nur überleben, ohne den Tinnitus eines Nachtbombers.
Mit nachdrücklichem Wunsch nach Stille,
Die Bürger*innen gegen Fluglärm
Mandatsbezogene Erklärung gem. § 43a BRAO analog (Ingame-Rahmen, nicht RL):
Im Rahmen eines mir erteilten Mandats vertrete ich als Ingame-Rechtsbeistand der Kanzlei Evil Anwalt die Interessen der im Verband „Bürger*innen gegen Fluglärm“ zusammengeschlossenen Bewohner der Insel.
Diese Mandatierung erstreckt sich insbesondere auf die formale und öffentliche Geltendmachung ihrer Anliegen gegenüber der Inselöffentlichkeit sowie gegenüber zuständigen Stellen der Inselregierung. Ziel ist es, eine angemessene Beachtung der geltend gemachten Belange im Hinblick auf die fortdauernde Belastung durch Luftverkehrslärm herbeizuführen.
Ich mache mir die von der Bürgerinitiative erhobenen Forderungen, Bewertungen oder etwaige inhaltliche Schlussfolgerungen nicht zu eigen, sondern agiere ausschließlich im Rahmen der mir übertragenen anwaltlichen Vertretung. Die rechtliche und faktische Verantwortung für die inhaltlichen Aussagen verbleibt uneingeschränkt bei der Bürgerinitiative.
Soweit im Rahmen dieser öffentlichen Erklärung Aussagen getroffen oder weitergegeben werden, dienen diese allein der Interessenvertretung meines Mandantenkreises.
Mit verbindlicher Vertretungsvollmacht,
Evil Anwalt
